Investieren lernen – Ultimativer Guide für Einsteiger

Geld zu sparen und zu investieren ist grundsätzlich immer eine gute Idee. Anleger können so für das Alter vorsorgen, der Inflation begegnen und eine Rendite erwirtschaften, die mehr aus dem vorhandenen Geld macht. Schwierig dagegen ist es, die richtige Investition zu finden.

Inhalt

Investieren will also gelernt sein, um sich vor bösen Überraschungen zu schützen und tatsächlich erfolgreich zu sein. Wir möchten Ihnen einen kleinen Guide zum erfolgreichen Investieren liefern.


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Stand der Tabelle / Letztes Update: 18.06.2019

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Investieren – was ist das eigentlich?

Beim Investieren steht die langfristige Geldanlage im Vordergrund. Eine feste Definition gibt es nicht. Üblicherweise werden darunter Geldanlagen und Investitionen ab einem halben oder einem Jahr und länger verstanden. Einige Anlageformen sind auch auf zehn Jahre oder länger angelegt.

Zweck der Geldanlage ist es, das Geld zu vermehren. Die Rendite der Anlage sollte mindestens die Inflationsrate übersteigen, damit das angelegte Geld nicht an Kaufkraft verliert. Beträgt die Inflationsrate wie aktuell zwischen 1,7 und 2 % sollte die Rendite der Investition darüber liegen.

Damit tritt auch schon ein Problem zutage. Risikoarme Geldanlagen wie Tagesgeld und Festgeld bieten aktuell nicht die notwendige Verzinsung, um der Inflation zu begegnen. Anleger „verlieren“ also Geld , da die Zinsen bei Tagesgeld derzeit nur knapp über null und bei Festgeld, das beispielsweise für fünf Jahre festgelegt wird nur mit durchschnittlich nur mit 0,50 bis 1,5 % verzinst wird.

Mathematisch gesehen, besteht eine Investition aus drei Teilen:

  1. Einzahlung des Geldes, etwa durch Überweisung an einen Fonds oder ein anderes Finanzprodukt oder beispielsweise auch dem Kauf von Aktien oder einer Immobilie,
  2. zwischenzeitliche Rückflüsse unter Berücksichtigung der laufenden Kosten über die Laufzeit der Investition,
  3. Schlusszahlung an den Anleger bei Auflösung oder Verkauf.

Wer Geld in eine Aktie investiert, gibt also Geld für die Aktie sowie für Ordergebühren aus, erhält während der Aktiendauer Dividenden, auf die er laufende Steuern entrichten muss und später beim den Erlös aus dem Verkauf der Aktie.

Wer sein Geld in eine vermietete Immobilie anlegt, hat Ausgaben für den Kaufpreis, Makler- und Notargebühren. Während sich die Immobilie in seinem Besitz befindet, erhält der Anleger laufende Rückflüsse aus Mieteinnahmen, muss aber auch für laufende Kosten der Instandhaltung und Verwaltung aufkommen. Falls die Immobilie verkauft wird, gibt es einen Rückfluss über den Verkaufserlös.

Damit sich die Investition lohnt, muss die Summe der laufenden Rückflüsse und der Schlusszahlung größer sein, als das ursprünglich eingezahlte Geld. Im besten Fall ist die Schlusszahlung höher als das ursprünglich investierte Geld, sodass eine Wertsteigerung realisiert werden kann, welche die Gesamtrendite oder Performance erhöht.


Investieren – Welche Risiken gibt es?

Das Risiko einer Investition besteht darin, dass versprochene oder erwartete laufende Rückflüsse oder die Schlusszahlung nicht oder nicht wie erwartet stattfinden. Bei Aktien kann es sein, dass Dividenden nicht wie erhofft gezahlt werden, weil die Aktiengesellschaft in ein schwieriges Fahrwasser geraten ist und dass die Aktie an Wert verliert.

Hinzu kommen bei bestimmten Anlagen Risiken aus der Zahlungsunfähigkeit des Vertragspartners. Versprich beispielsweise der Anbieter einer Anlage, etwa im Rahmen einer Fondsanlage eine bestimmte Rendite über die Laufzeit der Anlage sowie eine bestimmte Wertsteigerung, könnte es passieren, dass die Fondsgesellschaft in der Zwischenzeit insolvent wird.

Das ist in der Vergangenheit hundertfach passiert, etwa bei geschlossenen Immobilien-, Film- oder Schiffsfonds und vielen anderen unregulierten Geldanlagen, wie Zertifikaten bei der Lehmann-Pleite. Die Anbieter haben hier beispielsweise viel zu optimistische Annahmen für die Zukunft getroffen, die dann aufgrund einer sich veränderten Marktsituation nicht eingetreten sind.

Oftmals sind die Risiken den Anlegern nicht umfassend oder sogar gar nicht dargestellt worden. Das Geld ist dann in vielen Fällen für die Anleger verloren gewesen. Wer den Fehler gemacht hat und sein Erspartes in nur eine dieser Anlagen gesteckt hatte, ist nicht selten um seine gesamte Altersvorsorge gebracht worden.

Hohe Renditen sind in der Regel mit einem hohen Risiko verbunden. Eine hohe Sicherheit bei der Anlage bringt meist nur eine sehr geringe Rendite. Darüber hinaus gibt es sehr viele verschiedene Möglichkeiten Geld zu investieren.

Manche Anlageprodukte sind zudem für Nicht-Finanzfachleute nicht ganz einfach zu durchschauen. Hier gilt es vor allem die Risiken vorab zu erkennen. Oft müssen hohe Gebühren an die Anbieter von Geldanlagen und Investitionen gezahlt werden. Wo es um Geld geht, sind auch viele unseriöse Geschäftemacher im Spiel.

Die Investition muss auch zum Anleger passen. Es ist zum Beispiel wenig sinnvoll heute das ganze verfügbare Geld in eine Anlage zu stecken, wo es sehr langfristig gebunden ist. Es sollte immer auch ein wenig Geld kurzfristig verfügbar sein, für zwischenzeitliche ungeplante Ausgaben etwa für eine Reparatur am Haus oder Auto.

Das Alter spielt auch eine Rolle. Ein 57-jähriger, der plant mit 63 Jahren in den Vorruhestand zu gehen, hat wenig davon, wenn er sein Geld erst nach zehn Jahren, also mit 67 Jahren zur Verfügung hat. Die Risikobereitschaft des Anlegers muss bei der Wahl der Anlageform ebenfalls berücksichtigt werden.

Wer monatlich ein wenig Geld investieren möchte, muss sehen dass er eine Investitionsmöglichkeit mit kleinen Anlagesummen, wie einen ETF-Sparplan findet. Verschiedene Anlagen in die gleichzeitig investiert wird, bieten einen gewissen Schutz. Verluste aus einer Anlage können so aus den Renditen der anderen Anlage gemildert, das Risiko also gestreut werden.

Daher ist es äußerst wichtig, dass sich Anleger mit den Risiken einer Investition auseinandersetzen und das Risiko im Idealfall auf mehrere Investitionen streuen. Experten sprechen hierbei von Diversifikation.


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Investieren in Aktien

Bei Aktien handelt es sich um einen mit der Aktie verbrieften Anteil an einer Aktiengesellschaft. Der Kauf und Verkauf von Aktien findet hauptsächlich über Aktienbörsen, etwa der Frankfurter, der Londoner oder der New Yorker Aktienbörse statt.

Das Investieren in Aktien hat sich auf lange Sicht fast immer als die bessere Alternative gegenüber herkömmliche Sparformen wie Festgeld oder Tagesgeld erwiesen. Wer sein Geld in Aktien anlegt, sollte langfristig denken. In den vergangenen Jahren ging es überwiegend steil bergauf mit Aktienkursen. Im Jahr 2018 kam es dagegen zu Kurskorrekturen.

Die Gründe werden hauptsächlich im Handelsstreit mit den USA, dem Austritt Großbritanniens aus der EU oder auch mit dem Dieselskandal der Automobilhersteller, aber auch in einem gewissen Überhitzen der Konjunktur hierzulande gesehen.  Nachweislich konnten Aktien jedoch in den letzten dreißig gegenüber festverzinslichen Anlagen in Durchschnitt die bessere Performance hinlegen.

Hinzu kommt, dass viele Unternehmen ihren Aktionären aufgrund der guten Auftragslage teils üppige Dividenden zahlen. So manch einer, der mit Aktien bisher nichts am Hut hatte, überlegt sich daher zumindest ein Teil des Vermögens in Aktien zu investieren.

Die Investition in Einzelaktien erfordert jedoch ein gewisses Mindestkapital, um überhaupt erfolgreich im Aktienhandel zu sein. Sinnvoll ist es auch in unterschiedliche Aktientitel zu investieren, um das Risiko zu streuen und Kursverluste einzelner Aktien auffangen zu können.

Voraussetzung ist ein guter Online Broker

Wer Aktien kaufen möchte, sollte dies wegen der hohen Ordergebühren nicht über seine Hausbank tun. Nicht selten werden hier für eine Order zwischen 15 und 50 € verlangt. Bei einem Verkauf werden ähnliche Beträge fällig. Nimmt man an, dass ein Anleger für 1.000 € Aktien eines Unternehmens kauft, sind das für den Kauf und Verkauf bereits 10 % des Aktienwertes. Die Aktie muss in diesem Fall mindestens 10 % steigen, damit überhaupt ein Gewinn erzielt werden kann.

Wenn man dann noch die bei Banken anfallenden Depotgebühren dazu rechnet, fällt die Rechnung noch ungünstiger aus. Die Banken begründen die hohen Gebühren mit der Beratung, die sie durchführen müssen. Allerdings dürfen an der Beratungsqualität am Bankschalter vielfach auch Zweifel geäußert werden. So manch einer ist hier schon mit einem teuren Fondsprodukt aus dem eigenen Investmentbanking nach Hause gegangen.

Wer auf die Beratung verzichten kann, sollte sich daher einen guten Online Broker suchen. Wichtig ist, dass die Depotführung kostengünstig ist und genügend Aktien und Handelsplätze zur Verfügung stehen um das Risiko durch den Kauf verschiedener Aktien streuen zu können. Die Gebühren für Aktienorders sind in der Regel sehr niedrig. Manchmal können Aktienorders bei einem Online-Broker schon für 5 € ausgeführt werden.

Die Anleger erhalten jedoch bei einem Online-Broker oder einer Direktbank keine Anlageberatung und müssen sich um den Aufbau und die Verwaltung ihres Portfolios selbst kümmern. Die besseren Online Broker stellen ihren Neukunden ein Demo-Konto zur Verfügung, die Orderausführung und die Anwendung von Orderzusätzen üben zu können. Oft gibt es auch Schulungsunterlagen und Webinare zu Strategien und Handelstechniken.

Was sollte bei der Aktienauswahl berücksichtigt werden?

Wer sich Aktien zulegt, sollte in erster Linie darauf achten, dass er eine gesunde Risikomischung herstellt. Das heißt, es ist nicht empfehlenswert, sich nur Aktien eines Unternehmens zu besorgen. Schließlich kann niemand in die Glaskugel sehen und genau wissen, wie sich das Unternehmen und damit der Aktienkurs entwickelt.

Die Risiken verschiedener Aktien sollten auch nicht positiv miteinander korrelieren. Das heißt, dass sich Anleger beispielsweise nicht nur Aktien aus einer Branche wie der Autoindustrie oder von Versorgern kaufen sollten.

Informationen und Analysen zu Unternehmen können sich Anleger in den Wirtschaftsseiten der großen Tageszeitungen, auf der Webseite der Unternehmen aber auch aus Börsenbriefen holen.

Eine gute konservative Strategie ist es auch, Aktien auszusuchen, die aktuell unterbewertet sind und auf soliden wirtschaftlichen Füßen stehen (Value Investing).

Bei der Haltedauer der Aktien gilt nach wie vor der Grundsatz: „Hin und Her, macht Taschen leer“. Wer viel handelt, zahlt entsprechende Ordergebühren, die auf die Rendite der Aktienanlagen drücken. Anleger sollten Aktien eher als langfristiges Investment sehen und nicht erwarten, dass sie über Nacht reich werden. Echte “Perlen”, die jeden Moment durch die Decke gehen können, gibt es eher selten.


Value Investing

Unter Value Investing (wertorientiertes Anlegen) wird eine Anlagestrategie verstanden, die sich auf den inneren Wert eines Unternehmens beziehungsweise einer Investition bezieht. Aktien zum Beispiel werden beim Value Investing nicht nach ihrem aktuellen Kurs, sondern nach dem realen Wert der Unternehmung beurteilt.

Der Kauf einer Aktie erfolgt dann, wenn der innere Wert höher eingeschätzt wird, als es er aktuelle Aktienkurs ist. Die Hoffnung dabei: Der Aktienkurs wird sich auf mittlere oder längere Sicht in Richtung des inneren Wertes oder sogar darüber hinaus entwickeln.

Als Begründer des Value Investing gilt Benjamin Graham, ein us-amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler. Warren Buffet, einer der reichsten Menschen der Welt, arbeitet bis heute nach dem Value Investing-Prinzip.

Die Sicherheitsmarge spielt beim Value Investing eine große Rolle

Beim Value Investing suchen Investoren stets nach Aktien oder anderen Wertpapieren, die unterbewertet sind. Es findet also ein Stock Picking statt, bei dem der mit Hilfe der Fundamentalanalyse ermittelte innere Wert immer höher sein muss, als der aktuelle Kurs des Wertpapiers. Der Quotient aus Aktienkurs und innerem Wert muss einen Wert von unter 1 annehmen. Die Differenz unter 1 wird auch als Sicherheitsmarge bezeichnet. Je größer diese ist, um geringer ist das Risiko für den Investor.

Die Ungleichheit von Aktienkurs zu innerem Wert wird vor allem mit zeitlich begrenzten Ineffizienzen an den Börsen erklärt. Das heißt, es wird davon ausgegangen, dass sich der Aktienkurs irgendwann immer an den inneren Wert einer Aktie anpasst. In einem effizienten und vollkommenen Markt würden die Aktienkurse immer dem inneren Wert entsprechen. Der Quotient aus dem Aktienkurs und dem inneren Wert wäre in einem vollkommenen Markt also immer eins.

Traditionell werden auch Kennzahlen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), bei dem der Aktienkurs in Relation zu den erwarteten Gewinnen gesetzt wird oder das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV), bei dem der Aktienkurs in Relation zum anteiligen Eigenkapital gesetzt wird.

Eine der wesentlichsten Erkenntnisse beim Value Investing ist, dass unterbewertete Unternehmen in Phasen allgemeiner Kursrückgänge und Krisen deutlich überdurchschnittliche Gewinne erwirtschaften.

Die Unternehmen haben außerdem ein sehr viel geringeres Insolvenzrisiko. Neben den reinen Kennzahlen wie dem KGV werden außerdem andere qualitative und quantitative Faktoren zu Beurteilung herangezogen. Dazu zählen die Robustheit des Geschäftsmodells, die Qualität des Managements oder Wettbewerbsvorteile.

Warren Buffet – einer der bekanntesten Investoren, die mit dem Value Investing Prinzip arbeiten

Warren Buffet, einer der erfolgreichsten Investoren des 20. Jahrhunderts war ein Schüler Benjamin Grahams und arbeitet mit seiner Firma Berkshire Hathaway bis heute fast ausschließlich mit dem Value Investing – das offensichtlich mit großem Erfolg.

Die Entwicklung des Aktienkurses von Berkshire Hathaway liegt schon seit Jahrzehnten regelmäßig über dem Dow Jones Index. Das ist sicher mit ein Grund, warum Warren Buffet zu den reichsten Menschen der Welt gehört.

Berkshire Hathaway ist heute drittgrößter Aktionär bei Apple mit einem Anteil von etwa fünf Prozent. Das entspricht 251,9 Millionen Aktien mit einem Wert von aktuell 52,6 Milliarden US-Dollar. Weiterhin hält das Unternehmen Beteiligungen bei Goldman Sachs, US Bankcorp, Wells Fargo, Delta, American und Southwest Airlines, Teva Pharmaceuticals, Monsanto und vielen anderen Unternehmen.

Ein weiterer sehr erfolgreicher Vertreter des Value Investing ist der Investor Peter Lynch, der es mit seinem Magellan-Fonds von 1977 bis 1990 auf eine durchschnittliche jährliche Rendite von über 29 % schaffte.

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Investieren in Optionen

Anleger müssen nicht unbedingt die Aktien selbst kaufen, um von den Kursentwicklungen zu profitieren. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, Optionen auf die ins Auge gefassten Aktien zu erwerben. Optionen sind ein bedingtes Termingeschäft. Sie beinhalten das Recht eine Aktie (oder auch jeden anderen Basiswert) zu einem bereits heute festgelegten Preis zu einem zukünftigen Termin zu kaufen oder zu verkaufen.

Es gibt also Kauf- und Verkaufsoptionen. Für den Erwerb einer Option ist an den Verkäufer der Optionspreis (Optionsprämie) zu entrichten.

Beispiel Kaufoption (Call Long):

Nehmen wir an, ein Anleger kauft eine Option, die ihm das Recht gibt, eine Aktie in drei Monaten zu einem Preis von 100 € zu erwerben. Er zahlt für die Option einen Preis von 2 €. Steigt der Aktienkurs über 102 Euro (100 € + 2 € Optionspreis) wird er die Option ausüben.

Bei einem Aktienkurs von 105 € macht der Anleger somit 3 € Gewinn je Aktie. Er kann die für 100 € plus 2 € Optionspreis erworbenen Aktien im sofort zu 107 € am Markt verkaufen. Die Rendite gegenüber dem eigentlichen Aktienkauf ist wesentlich höher. Der Anleger hat im Grunde genommen nur 2 € je Aktie investiert und bekommt dafür einen Rückfluss von 3 €. Die Rendite beträgt also 33,33 %.

Die Aktie selbst kann zum Ausübungszeitpunkt der Option für 105 € verkauft werden, woraus der Verkäufer der Option dann 100 € erhält.

Anmerkung: In der Praxis muss die entsprechende Aktie nicht physisch erworben und verkauft werden. Die Gewinne werden über die Clearingstelle der Eurex direkt verrechnet.

Steigt der Aktienkurs tatsächlich nicht oder sinkt, wird die Option dagegen nicht ausgeübt und der Anleger einen Verlust in Höhe von 2 €, entsprechend des Optionspreises.

Beim Kauf der Aktie ohne Option hätte der Anleger bei einem Kursanstieg auf 105 € gerade einmal 5 % Rendite erzielt, weil er die Aktie ursprünglich zu 100 € gekauft und später zu 105 € verkauft hätte.

Wenn der Kurs sinkt, hat er sogar einen Verlust in Höhe des tatsächlichen Kursverfalls, währenddessen der Optionskäufer maximal 2 € je Aktie verliert.

Optionen bieten daher bei kleinerem Kapitaleinsatz wesentlich höhere Gewinnchancen, da sie einen Hebeleffekt enthalten und außerdem nur ein begrenztes Risiko besitzen.

Beispiel Verkaufsoption (Put long):

Ein weiterer Vorteil ist, dass mit Optionen ebenfalls auf fallende Kurse spekuliert werden kann. Hierzu könnte der Anleger eine Verkaufsoption kaufen, also das Recht, eine Aktie zu einem heute vereinbarten Preis zu einem späteren Zeitpunkt zu verkaufen.

Wird auch hier ein Preis von 100 € bei einem Optionspreis von 2 € vereinbart und fällt die Aktie dann auf 95 €, wird der Anleger die Option ausüben.

Er realisiert einen Gewinn von 3 €, was ebenfalls einer Rendite von 33 % entspricht, da er nur 2 € für die Option ausgegeben hat. Die Aktie selbst kauft er zum Ausübungszeitpunkt der Option für 95 € und verkauft sie an den Verkäufer der Option zum selben Zeitpunkt für 100 €. Abzüglich des Optionspreises von 2 € entsteht ein Gewinn von 3 Euro.

Steigt derKurs entgegen den Erwartungen, wird die Option nicht ausgeübt und es entsteht ein Verlust in Höhe von maximal 2 €, entsprechend dem Optionspreis. Ein Anleger, der die Aktie tatsächlich für 100 € erworben hätte, müsste bei einem Absinken des Kurses 95 € dagegen 5 € Verlust hinnehmen. Wenn die Aktie dagegen steigt gewinnt er entsprechend der Differenz aus Verkaufspreis und Kaufpreis.

Optionen dienen somit der Spekulation auf zukünftige Preisentwicklungen. Hierzu gibt es eine Reihe von Optionspreisstrategien. Sie können aber auch zur Absicherung bestehender Aktien im Portfolio genutzt werden.

Selbstverständlich kann auch der Value Investing Ansatz als Ansatzpunkt für eine Optionsstrategie dienen.


Investieren in ETFs

Exchange Traded Funds oder kurz ETFs sind börsengehandelte Indexfonds, die sich derzeit als Alternative zur Aktienanlage größter Beliebtheit erfreuen. Sie bilden die Wertentwicklung bekannter Indizes wie den Dax oder den S&P 500 ab. Dies geschieht entweder dadurch, dass sie Aktien wie sie in einem Index vorhanden sind kaufen oder den Index mittels derivativer Finanzprodukte nachbilden.

Der größte Vorteil von ETFs ist, dass sich Anleger mit Anteilen an Indexfonds praktisch alle Aktien, die in einem Index zusammengefasst sind, in ihr „Portfolio“ holen und somit eine sehr gute Risikostreuung erreichen. Anteile an ETFs sind außerdem sehr günstig zu haben. Ein Anleger muss praktisch nur von zu Hause aus ein Konto bei einem Online-Broker eröffnen und kann sofort in ETFs investieren, Außerdem muss sich anschließend nicht mehr um teure Aktienumschichtungen im Portfolio kümmern.

Die unkomplizierte Handhabung und relative Sicherheit bei der Anlage in ETFs haben dafür gesorgt, dass mittlerweile jeder siebte Euro, der in Fondsanlagen angelegt wird in ETFs fließt. Allein an der Deutschen Börse in Frankfurt werden derzeit 1.300 ETFs zu den verschiedensten Indizes weltweit gehandelt.

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Nachahmung eines Börsenindex

In einem ETF auf den Dax wird beispielsweise die Wertentwicklung der 30 wertvollsten deutschen Aktiengesellschaften nachgebildet. Im einfachsten Fall geschieht dies dadurch, dass die Aktien der 30 Dax-Unternehmen nachgekauft und so gewichtet werden, dass die Entwicklung des Dax möglichst exakt widergespiegelt wird. Es wird also der gesamte Markt, der im Dax zusammengefasst ist nachgebildet.

Steigt eine neue Aktie in den Dax auf und eine dementsprechend ab, wird auch der ETF entsprechende Anpassungen vornehmen. Da durch den Markt und durch das Geld der Anleger genau vorgegeben ist, welche Aktien zu welchem Volumen in einem ETF vorhanden sein müssen, werden ETFs auch als passive Fonds bezeichnet, weil das „Portfolio“ allein von außen durch den Dax oder andere Indizes determiniert wird.

ETF-Anteile sind unschlagbar günstig

Die Anteile an ETFs haben einen großen Vorteil gegenüber einer Anlage in einzelne Aktien und andere Fondsanlagen: Sie sind ausgesprochen günstig. Die Management- und Depotkosten machen oft nur 0,2 % bis 0,5 % aus und die Anschaffungskosten liegen derzeit bei nur etwa 0,25 % des eingesetzten Geldes.

Anteile an aktiv gemanagten Aktienfonds schlagen dagegen mit etwa 1,5 % jährlich sowie einmaligen Anschaffungskosten von bis zu 5 % zu Buche. Marktauswertungen der vergangenen Jahre haben ergeben, dass nur die wenigsten aktiv gemanagten Fonds ihren Referenzindex tatsächlich schlagen. ETFs sind damit eine echte Alternative.

Ausschüttende ETFs

Viele Aktiengesellschaften offerieren ihren Aktionären nach einem wirtschaftlich guten Jahr eine Dividende, die zusätzlich zur eigentlichen Wertentwicklung der Aktie die Performance der Anlage noch steigert. Einige ETFs bieten ihren Anlegern eine Ausschüttung der vereinnahmten Dividenden an. Der Wert der ETF-Anteile wird also im Idealfall im gleichen Maße Schritt halten wie der zugrunde liegende Index. Auf die zwischenzeitlichen Dividendenausschüttungen müssen Anleger jedoch jährlich Steuern entrichten.

Thesaurierende ETFs

Thesaurierende ETFs schütten die vereinnahmten Dividenden aus den im Portfolio enthaltenen Aktien nicht aus, sondern bilden damit nach Abzug der auf die Dividenden entfallenden Steuern zusätzliches Geldvermögen, dass auch in andere Anlagen investiert werden kann. Die hieraus gewonnen Zinsen beziehungsweise Renditen sorgen zusätzlich einen stärkeren Wertanstieg des ETFs und für einen entsprechenden Zinseszinseffekt.

Risiken beim Investieren in ETFs

Gegenüber dem Kauf einzelner Aktien stellt eine Investition in den gesamten Markt mit ETFs eine relativ sichere Anlageform dar. Das Portfolio ist weit gestreut und damit weniger anfällig bei einem Einbruch einzelner enthaltener Wertpapiere. Hinzu kommt, dass Anleger die Anteile an ETFs schon sehr günstig erwerben können und im Falle eines ETF-Sparplans schon mit sehr kleinen Beiträgen einsteigen können.

Dennoch beinhalten ETFs wie alle anderen Wertpapiere auch Risiken.

ETFs bilden einen Index nach. Der Index kann also auch fallen und damit die Wertentwicklung des ETFs beeinträchtigen. Für Anleger kommt es daher insbesondere auf die Laufzeit des ETFs an. Viele ETFs werden mit einer Laufzeit von 10 Jahren aufgelegt. Es kann jedoch niemand absehen, wo die Aktien- oder Wertpapierkurse zum Zeitpunkt des Auslaufen des ETF stehen. Es ist also durchaus möglich, dass der Auslaufzeitpunkt in eine Marktkrise fällt, was entsprechende Verluste für Anleger nach sich ziehen kann.

In ETFs sind weltweit mehrere Billionen Euro investiert, was eine Folge der zunehmenden Beliebtheit des Finanzproduktes ist. Wenn die Märkte einbrechen, sind ETFs per Satzung gezwungen sich von Wertpieren zu trennen, um den Index auch weiterhin abbilden zu können. Mit den auf die Märkte geworfenen Aktien wird die Verkaufsnachfrage an den Aktien- oder Anleihemärkten noch weiter erhöht, was wiederum zu einem weiteren Kursverfall der zugrundeliegenden Kurse führen kann.

ETF-Sparpläne

Für diejenigen, die noch nicht so viel Kapital auf der hohen Kante haben und dennoch an den Entwicklungen der Märkte profitieren und langfristig Vermögen aufbauen wollen, sind ETF-Sparpläne eine gute Wahl. Anleger können monatlich einen kleinen Betrag, etwa ab 50 Euro einzahlen. Sobald der Preis für einen ETF-Anteil zusammengekommen wird, wird dieser gekauft.

Das funktioniert wie bei einem herkömmlichen Fondssparplan. Der Vorteil ist, dass die Gebühren für die ETF-Anteile wesentlich niedriger sind, weil ETFs passiv gemanagte Fonds sind, die keine teueren Manager brauchen. Außerdem wird vermieden, dass teuere Fehlentscheidungen durch die Fondsmanager getroffen werden.


Robo Advisor

Robo Advisor sind noch nicht allzu lange auf dem Markt. Eines der ersten Unternehmen in Deutschland war die Firma Vaamo mit Sitz in Frankfurt, die ihren Kunden seit 2014 digital generierte Anlagestrategien anbot. Viele andere Anbieter zogen nach.

Selbst Direkt- und Geschäftsbanken haben heute Robo Advisor in ihrem Angebotsportfolio. Im Kern richten sich Robo Advisor an Anleger, die keine Zeit oder keine Lust haben, sich mit verschiedenen Anlageformen zu befassen, dies aber auch nicht in die Hände eine relativ teueren Bankberaters legen wollen.

Zwar kostet die Geldanlage über Robo Advisor auch Gebühren, diese sind jedoch erheblich geringer als eine persönliche Anlageberatung, die schon 150 € in der Stunde kosten kann. Das Prinzip ist ebenso einfach.

Der Kunde legt seine individuellen Präferenzen und seine Risikoneigung fest und ein computergestützter Algorithmus ermittelt ein entsprechendes Anlageportfolio. Die meisten Robo Advisor setzen dabei hauptsächlich auf ETFs (Indexfonds, Exchange Trades Fonds). Die Angebote unterscheiden sich außerdem in Komplettlösungen und Beratungslösungen.

Bei einer Komplettlösung übernimmt der Robo Advisor die Geldanlage komplett. Anlagen sind bei einigen Anbietern bereits ab 10 Euro monatlich möglich.

investieren mit Robo Advisor

Aktive versus passive Anlagestrategie

Komplettlösungen bei einem Robo Advisor werden nach passiven und aktiven Anlagestrategien unterschieden. Bei einer passiven Anlagestrategie ist der Verteilung auf verschiedene Fonds beziehungsweise Anlageklassen vorgegeben. Abhängig von den zwischenzeitlichen Entwicklungen erfolgt von Zeit zu Zeit ein Rebalancing, um bei der festgelegten Verteilung zu bleiben. Ein Robo Advisor mit einer aktiven Anlagestrategie folgt einem finanzmathematischen Modell und versucht das Portfolio des Anlegers regelmäßig zu optimieren.

Ein Nachteil der aktiven Anlagestrategie ist dass der Anleger teilweise kaum nachvollziehen kann, nach welchen Kriterien die Anlageentscheidungen getroffen werden. Es gibt nicht wenige Experten, die Kunden eine passive Anlagestrategie empfehlen, um die volle Transparenz über die Geldanlage und die Verteilung auf verschiedene Fonds zu haben.

Robo Advisor – Beratungssoftware

Andere Anbieter offerieren ihren Kunden eine reine Beratungslösung. Die Geldanlage müssen die Kunden dann selbst vornehmen. Bei der Beratungslösung handelt es sich um eine Software, die dem Anleger vorschlägt, wie er sein Geld auf verschiedene Investments verteilen kann.

Robo Advisors setzen hauptsächlich auf ETFs.


Investieren in Immobilien

Der Kauf einer oder mehrerer Immobilien stellt eine Alternative zur Geld- oder Aktienanlage dar. Bei Immobilieninvestments wird unterschieden in den Kauf selbstgenutzter Immobilien und einer Kapitalanlage in vermietete Immobilien.

Darüber hinaus gibt es viele verschiedene Arten von Immobilien, wie Wohnimmobilien mit dem klassischen Einfamilienhaus und Eigentumswohnungen oder auch Mehrfamilienhäuser sowie gewerblich genutzte Immobilen, wie Büroimmobilien, Ladenflächen, Logistik-Immobilien oder Lagerflächen. Weiterhin gibt es zahlreiche Spezialimmobilien wie Hotels, Kliniken, Tankstellen, Produktionflächen oder Wald und landwirtschaftliche Flächen.

Eine selbstgenutzte Immobilie wird gemeinhin als ein wichtiger Baustein für die Altersversorgung gesehen. Sobald die Immobilie abgezahlt ist, sparen sich Eigenheimbesitzer die monatliche Miete beziehungsweise Zins und Tilgung für den Immobilienkredit. Andererseits müssen sich Hauseigentümer selbst um die Instandhaltung kümmern und für alle laufenden Kosten des Grundstücks und Gebäudes sowie für notwendige Modernisierungen aufkommen.

Bei vermieteten Immobilien erzielen Immobilieneigentümer laufende Einnahmen aus Vermietung oder Verpachtung. Aus diesen Einnahmen müssen alle laufenden Kosten des Objekts, vor allem für Instandhaltung und Verwaltung und nicht zuletzt für den Kapitaldienst bei finanzierten Objekten bestritten werden. Die anfallenden Betriebskosten können dagegen in der Regel auf die Mieter umgelegt werden.

Eine Investition in Immobilien

Vorteile:

Nachteile:

in normalen Marktphasen relativ wertstabil aktuell oft überhöhte Immobilienpreise
Ersparnis der Miete bei eigengenutzten Immobilien allgemein kostspieliges Investment
aktuell sehr günstiges Zinsniveau bei Finanzierungen laufende Kosten für Instandhaltung

Rendite bei vermieteten Immobilien

Die Rendite bei vermieteten Immobilien ergibt sich im Wesentlichen aus den Mieteinnahmen, abzüglich der laufenden Kosten des Objektes, also nicht auf die Mieter umlegbare Betriebskosten, Instandhaltungs- und Verwaltungskosten. Mietausfälle, Leerstand und Investitionen schmälern die Rendite.

Bei kreditfinanzierten Immobilien muss die Differenz aus Mieteinnahmen und laufenden Kosten des Objekts ausreichen, um den Kapitaldienst aufzubringen. Zur Rendite hinzu kommen zwischenzeitliche Wertsteigerungen, etwa durch gestiegene Mieteinnahmen oder allgemein positiven Marktentwicklungen.

Risiken beim Immobilienkauf

Die größten Risiken beim Immobilienkauf liegen in der Finanzierung, mithin in einem zu hohen Kaufpreis und einem zu geringen Eigenkapitalanteil, im Zustand des Gebäudes und eventuell notwendigen Instandsetzungen sowie bei vermieteten Immobilien in einem möglichen Leerstand eines Gebäudes.

Risiken aus der Finanzierung ergeben sich beispielsweise aus der Höhe des Kaufpreises und können vor allem in überhitzten Immobilienmärkten mit sehr hohen Kaufpreisen schlagend werden. Beispiel: Ein Anleger kauft eine Immobilie für 500.000 € und bringt 20 % Eigenkapital mit. Das bedeutet er muss 400.000 über ein Immobiliendarlehen finanzieren.

Das Grundstück dient also als Sicherheit. Angenommen es wird eine Zinsfestschreibung für das Darlehen auf zehn Jahre mit einer sehr geringen Tilgung vereinbart. Falls es in den zehn Jahren zu einem Einbruch der Immobilienpreise kommen sollte, kann es passieren, dass die Restschuld zum Zeitpunkt der Prolongation des Darlehens über dem dann herrschenden Immobilienwert liegt und die Bank nicht mehr bereit ist, die volle Restschuld zu finanzieren.

Risiken aus dem Zustand des Gebäudes

Nicht wenige Immobilienkäufer mussten nach dem Kauf schmerzvoll feststellen, dass sich das Objekt im Laufe der Zeit als äußerst instandsetzungsintensive Gebäudehülle herausstellte. Pfusch am Bau, eine löchrige Wärmedämmung oder Probleme mit der Heizungsanlage sind nur einige Mängel, die sehr oft nach einem Immobilienerwerb auftreten.

Risiken aus der Vermietung

Wer sich eine vermietete Immobilie zulegt, muss sich nicht nur um Instandhaltung und Verwaltung des Objektes kümmern, sondern trägt auch ein erhebliches Leerstandsrisiko. Bei einer leerstehenden Immobilie werde keinerlei Mieteinnahmen erzielt. Alle laufenden Kosten des Objektes und vor allem der Kapitaldienst müssen dennoch aufgebracht werden. Eine lange leerstehende Immobilie verliert vor allem auch erheblich an Wert.


Investieren in P2P-Kredite

Seit einigen Jahren gibt es einige professionelle Plattformen, über die Anleger ihr Geld in P2P-Kredite investieren können. P2P heißt Peer-to-Peer und meint, dass eine Gruppe von Anlegern ein Kreditprojekte privater Personen, eines Startups oder auch eines gestandenen kleinen Unternehmens gemeinschaftlich finanziert. Anleger können außerdem in mehrere Kreditprojekte investieren und somit ihr Risiko streuen.

Für die Kreditnehmer ergibt sich umgekehrt der Vorteil, dass sie je nach Bonität einen Kredit bekommen können, den sie bei einer normalen Bank vielleicht nicht erhalten würden.

Die zwischengeschaltete P2P-Plattform bringt Anleger, die in P2P-Kredite investieren wollen und Kreditnehmer zusammen und verlangt dafür eine Provision.

Was haben Anleger davon, in P2P-Kredite zu investieren?

Die Zinsen für festverzinsliche Anlagen sind so niedrig, dass sie nicht einmal die Inflation auffangen. Der Aktienmarkt ist aktuell sehr turbulent. Immobilien sind in guten Lagen sehr teuer. Anleger geraten damit in die Zwickmühle. Trading mit derivativen Finanzinstrumenten ist mit hohen Risiken verbunden. Es gibt nur wenige Geldanlagen mit überschaubarem Risiko, die eine einigermaßen akzeptable Rendite abwerfen.

In P2P-Kredite zu investieren ist für Anleger eine Möglichkeit, etwas mehr Rendite zur erhalten als auf Tages- und Festgeld oder aktuell sehr niedrig verzinste Anleihen. Der Einstieg ist bereits mit kleinem Geld, meist ab schon ab 10 oder 20 Euro möglich. Anleger können sich außerdem an sehr vielen Kreditprojekten beteiligen, sodass sie ihr Risiko streuen können. Der Ausfall oder die unpünktliche Zahlung eines Kreditnehmers, fällt daher nicht so schwer ins Gewicht.

Die Abwicklung der Kreditvergabe erfolgt über P2P-Plattformen wie Mintos, Twino, Bondora oder Auxmoney. Diese nehmen Kreditanträge entgegen, führen die Bonitätsprüfung der Kreditnehmer durch, finanzieren Kreditprojekte gegebenenfalls vor, bündeln das Geld der Anleger und sorgen für die Auszahlung der Kredite und für die Vereinnahmung der Kreditraten.

Das hauptsächliche Risiko für die Anleger besteht darin, dass ein Kreditnehmer sein Geld nicht zurückzahlt (Zahlungsausfallrisiko). Durch eine Bonitätsprüfung wird dieses Risiko jedoch von vornherein minimiert. In der Regel kommt es auch nicht zum totalen Zahlungsfall, da noch Vollstreckungsmaßmaßnahmen möglich sind. Über eine breite Streuung der Anlage kann das Risiko zudem diversifiziert werden. Es ist auch sinnvoll das Geld auf mehrere P2P-Plattformen zu verteilen.

Einige Anbieter offerieren zudem eine Buy Back-Garantie oder organisieren einen Sekundärmarkt, in dem riskante Engagements verkauft werden können. Wer es sich ganz einfach machen möchte, kann außerdem die bei manchen P2P-Plattformen offerierten Auto-Invest- und Portfolio-Builder-Funktionen nutzen. Anleger sparen sich damit die Zeit, das Geld selbst auf verschiedene Projekte aufzuteilen.

Seit neuestem gibt es zum Beispiel bei EstateGuru auch die Möglichkeit, in Immobiliendarlehen mit grundbuchlicher Sicherung über P2P-Plattformen zu investieren.

Investieren in P2P-Kredite

Vorteile:

Nachteile:

überdurchschnittliche Renditen bis 20 % Ausfallrisiko
regelmäßige Zahlungen über die Laufzeit feste, teils lange Laufzeiten mit jeweils kleinen Rückflüssen
geringer Kapitaleinsatz je Einzelfinanzierung teilweise entsprechen die Renditen nicht dem Risiko
Risikostreuung möglich Gebühren für die P2P-Plattform
wenig Aufwand, Auto-Invest möglich weitgehend unregulierter Markt
wachsender Markt

Wie funktioniert das Investieren in P2P-Kredite genau?

Das wesentliche Merkmal einer P2P-Kreditplattform ist, dass die Kreditvergabe direkt zwischen privaten Anlegern und Kreditnehmern organisiert wird, ohne dass eine Bank dazwischengeschaltet ist.

Nehmen wir an, ein Kreditnehmer benötigt schnell einen Kredit über 10.000 €, um sich ein neues Auto zu kaufen, um damit zur Arbeit zu kommen. Er hat einen festen Job, allerdings hatte er vor zwei Jahren einmal einen Mahnbescheid erhalten, weil er eine Rechnung übersehen hatte. Er bekommt daher keinen Kredit von seiner Hausbank. Genauso geht es vielfach Selbständigen die über ein schwankendes Einkommen verfügen.

Die P2P-Plattform sorgt dafür, dass der Mann, der ein neues Auto braucht und das Unternehmen, dass seinen Geschäftsbetrieb erweitern will, ihren Kreditwunsch den privaten Anlegern vorstellen können. Die P2P-Plattform prüft zuvor die Bonität der beiden Antragsteller und nimmt eine Risikoklassifizierung vor, auf deren Basis Konditionen für das Kreditangebot ermittelt werden, die eine dem Risiko entsprechende Risikoprämie enthalten.

Anleger, die in P2P-Kredite investieren wollen, können nun entscheiden, ob sie in die beiden Finanzierungsprojekte investieren wollen. Sie können bereits mit einem sehr kleinen Betrag in ein Projekt einsteigen, zum Beispiel mit 200 oder 500 Euro. Das bedeutet, dass sich viele Anleger finden müssen, um den jeweils gewünschten Kreditbetrag zusammenzubekommen. Sie schultern die Finanzierung und das Risiko also gemeinsam.

Zum Ausgleich für das eingegangene Risiko erhalten sie einen entsprechend höheren Zinssatz, beispielsweise 5-15 % p.a.  je nach Risikoeinstufung der Kreditnehmer.

P2P-Kredite für Private Kreditnehmer

Der Vorteile von P2P-Krediten für private Kreditnehmer ist, dass sie sehr unbürokratisch einen Kredit bekommen können. Sie sind nicht abhängig vom Bankbeamten und dem unflexiblen Kredit-Scoring der Bank. Die P2P-Plattform wird zwar auch eine Bonitätsprüfung durchführen, jedoch, soweit keine aktuellen Vollstreckungsmaßnahmen oder eine Privatinsolvenz vorliegen, besteht eine große Chance den gewünschten Kredit zu erhalten.

Der Kreditnehmer erhält eine Risikoklassifizierung und muss gegebenenfalls mit einem seiner nicht ganz so guten Bonität entsprechenden höheren Zinssatz rechnen. Private Kredite können meist zwischen 1.000 € und 50.000 € beantragt werden. Die Laufzeiten betragen zwischen 12 und 84 Monate. Der bonitätsabhängige Zinssatz liegt je nach Bonität höher als bei Ratenkrediten, die durch Banken vergeben werden. Hinzu kommt eine Gebühr für die P2P-Plattform.

P2P-Kredite an Selbständige

Selbständige, vor allem Freiberufler und Einzelunternehmer haben es in der Regel sehr schwer, einen klassischen Bankkredit zu erhalten, weil Banken wenig risikofreudig sind. Sie vergeben eher einen Kredit an Angestellte mit geringem Einkommen als an Selbständige mit einem hohen Einkommen. Das Problem ist das schwankende Einkommen der Selbständigen. Bei jungen Unternehmen liegen zudem oft noch keine Jahresabschlüsse vor. Über eine P2P-Kreditplattform können Selbständige und junge Unternehmen dennoch einen Kredit erhalten, wenn sich genügend Anleger finden, die bereit sind, die entsprechenden Risiken der Kreditvergabe, vor allem das Insolvenzrisiko zu übernehmen. Der Preise für die Selbständigen ist eine höhere Verzinsung, die gleichzeitig das Äquivalent für das höhere Risiko für die Investoren darstellt.

Risiken bei P2P-Krediten minimieren

Die meisten Plattformen für P2P Kredite übertragen den Anlegern die Risiken aus den Krediten vollständig. Das heißt im Klartext: Investoren übernehmen das Zahlungsausfallrisiko und das Risiko des verspäteten Eingangs von Zahlungen (Bonitätsrisiko). Dafür besteht die Aussicht auf eine höhere Rendite als bei festverzinslichen Anlagen.

Zu berücksichtigen ist, dass ein vollständiger Zahlungsausfall wesentlich seltener vorkommt, als verspätete Zahlungen.

Hierbei ist wichtig, dass über das Angebot auf der P2P-Plattform klar geregelt ist, dass die Eintreibung von Forderungen über durch die Partnerbank oder die Plattform übernommen wird, genauso wie die Abwicklung der monatlichen Zahlungsflüsse und die Auszahlung der Kredite.

Anleger müssen sich jedoch bewusst sein, dass hohe Renditen immer mit einem höheren Risiko für einen Zahlungsausfall verbunden sind. Eine gute Plattform für P2P Kredite wird die Anleger auch mit entsprechend aktuell gehaltenen Statistiken laufend über ausstehende Zahlungen und den Prozentsatz uneinbringlicher Forderungen informieren.

Einige P2P-Kreditplattformen bieten den Anlegern einen Zweitmarkt für Kreditforderungen an, auf der sie diese die Forderungen wieder verkaufen können. Allerdings ist ein Zweitmarkt für P2P Kredite in der Regel wesentlich weniger liquide und der Verkauf kann meist nur mit großen Abschlägen erfolgen.

Diversifikation

Die Grundregel beim Investieren in P2P Kredite lautet: Nicht alles auf eine Karte setzen! Wie bei Wertpaieren ist es besser, in viele kleine Kreditprojekte zu investieren. Im Einzelfall kann ein höheres Risiko eingegangen werden. Hohe Renditen sind jedoch immer auch mit einem höheren Risiko verbunden. Nur mit einer zunehmenden Anzahl an Kreditprojekten lässt sich das Gesamtrisiko mindern. Investoren sollten sich überlegen, ob sie über mehrere P2P-Plattformen investieren, da einige Anbieter nur eine beschränkte Diversifizierung, beispielsweise auf 50 Kreditprojekte zulassen.

Auto-Invest und Buy Back-Garantie

Um sich Arbeit bei der Verteilung auf Einzelinvestments in Kreditprojekte zu ersparen, können Anleger bei einigen P2P-Plattformen eine Auto-Invest beziehungsweise Portfolio-Builder Funktion nutzen.

Verlockend ist zudem das Angebot, des garantierten Rückkaufs problembehafteter Kredite. Jedoch müssen sich Investoren in P2P-Kredite im Klaren darüber sein, dass die Abschläge von der ursprünglichen Kreditsumme erheblich sind.


Trading

Unter Trading wird das Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren wie Aktien, Währungen, Rohstoffen oder sogenannten CFDs verstanden. Im Gegensatz zum Investieren ist Trading eher kurzfristiger Natur. Das heißt, es soll nach Möglichkeit kurz nach dem Kauf mit Gewinn wieder verkauft werden. Das Spekulieren auf schnelle Gewinne ist jedoch mit höheren Risiken verbunden. Um von zu Hause aus zu traden, wird im Grunde genommen nur etwas Geld und ein Online Broker benötigt, bei dem die Käufe und Verkäufe abgewickelt werden können.

Tipp: Wer auf der Suche nach einer umfassenden Traderausbildung ist, sollte sich unsere Ausbildungen genauer anschauen. Wer bereits erste Erfahrungen gesammelt hat, jedoch nach profitablen Signalen sucht, dem legen wir die Aktienrunde PowerSignale nahe.

Trading – Kauf und Verkauf von Basiswerten

Beim Trading geht es  darum, Gewinne aus dem Kauf und Verkauf von Basiswerten beispielsweise Aktien, Forex (Währungspaare) oder CFDs zu erzielen. Daytrader kaufen und verkaufen ihre Positionen beispielsweise innerhalb von Minuten oder sogar Sekunden und schließen meist alle Kontrakte zum Ende des Börsentages.

Mit CFDs kann auch von fallenden Kursen profitiert werden, indem entsprechende Short-Positionen eigegangen werden. Beim Forex- und CFD-Handel können Hebel eingesetzt werden, mit denen sich wesentliche größere Summen bewegen lassen, die für höhere Gewinne, aber auch für höhere Verluste sorgen können. Wer zum Beispiel in das Währungspaar EUR/USD investiert, kann mit Hebeln von 1:30 handeln. Bei Aktien-CFDs sind Hebel von 1:5 möglich.

Trading – bevor es losgeht, sollte ein Trading Plan erstellt werden

Anstatt sich gleich in den Handel zu stürzen, sollten sich angehende Trader zunächst ein einige Überlegungen machen. Zum Beispiel darüber, wie viel Geld sie einsetzen wollen. Grundsätzlich sollte nur soviel eingesetzt werden, wie Anleger im ungünstigsten Falle auch zu verlieren bereit sind.

Darüber hinaus sollten sich Trader überlegen, welches Risiko sie tatsächlich eingehen wollen. Hohe Rendite-Chancen beinhalten immer auch ein höheres Verlustrisiko. Bei der Platzierung von Orders ist es daher wichtig, sich die Positionsgrößen genau zu überlegen.

Außerdem solllten sich Trader ein Limits für Verluste setzen. Hierzu sollten Orders grundsätzlich mit Stop Losses versehen werden, um die Verluste in Grenzen zu halten. Es gilt also planvoll an das Trading heranzugehen. Im Laufe der Zeit sollte auch eine Strategie für den Handel entwickelt werden, um die Trading-Ergebnisse zu optimieren.

Trading – welcher Online Broker ist der Richtige?

Nicht alle Online Broker bieten das gleiche Handelsangebot an. Soll mit Aktien-CFDs gehandelt werden, sollten Trader darauf achten, dass eine breite Auswahl besteht, um Chancen besser nutzen zu können. Wichtig sind auch die verlangten Gebühren beim Trading, die letztlich auf die Rendite drücken.

Wer mit Forex, CFDs auf Aktien, Rohstoffe, Kryptowährungen oder Indizes handeln möchte, sollte sich daher den sogenannten Spreads des Anbieters anschauen. Das ist die Gebühr, die der Online Broker pro Trade verlangt. Diese wird üblicherweise in Pips oder in Prozent vom Ordervolumen angegeben.

Auch die minimalen Ordergrößen oder die Mindesteinzahlung bei der Anmeldung ist relevant. Einige Online-Broker fordern eine geringe Mindesteinzahlung von null oder 100 € andere höhere Einstiegssummen bis zu 3.000 €. Bei letzteren ist auch der Handel mit Optionen und Futures möglich. In jedem Fall solle nur ein Online Broker gewählt werden, der von einer staatlichen Aufsichtsbehörde in einem EU-Land reguliert ist. So ist zum Beispiel sichergestellt, dass alle Transaktionen über europäische Banken abgewickelt werden und eine Sicherung des auf dem Referenzkonto liegenden Geldes bis zu einer gewissen Höchstgrenze gewährleistet ist

Handelsplattform und Demo-Konto

Auch die Handelsplattform ist wichtig. Diese sollte nicht nur leicht zu bedienen sein, sondern nach Möglichkeit auch Tools und Indikatoren beinhalten, um eine charttechnische Analyse durchzuführen. Viele seriöse und bewährte Online Broker bieten ihren neuen Kunden zusätzlich ein kostenloses Demo-Konto, um zu üben. Darüber hinaus werden Schulungsmaterialien und Tutorials offeriert, um sich an die Materie heranzutasten.

Photos by Chris Liverani and Markus Spiske

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