Bergfürst – Test und Erfahrungen

Bergfürst
Bergfürst ist eine Internetplattform, die es Anlegern ermöglicht, mit kleinen Beträgen ab 10 € in Immobilienprojekte zu investieren. Die Renditen liegen bei 5 % p.a. bis 7,5 % p.a. Die Laufzeiten der Anlagen betragen meist zwischen zwei und fünf Jahre. Die gleichzeitige Anlage in mehrere Projekte ist möglich.

Das Geld der Anleger wird Projektentwicklern und Immobilieninvestoren als sogenanntes Mezzanine Kapital zur Stärkung ihres Eigenkapitals zur Verfügung gestellt. Hierzu werden in der Regel Anlegergelder bis zu 500.000 € und mehr gebündelt. Es handelt sich also um eine Form des Crowdinvesting.

Weil Banken oft nur bis zu 80 % des Immobilienwertes finanzieren, besteht hierfür eine große Nachfrage. Die Besicherung der Anlegergelder erfolgt als sogenanntes Nachrangdarlehen über einen Grundbuchtreuhänder oder auch ohne grundbuchliche Sicherung. Investitionen in Immobilienprojekte über Bergfürst richten sich daher an eher risikobewusste Anleger. Die Verzinsung ist jedoch auch überdurchschnittlich.

Was konkret angeboten wird und welche Erfahrungen vorliegen, lesen Sie hier im Bergfürst Test.

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Die wichtigsten Fakten zu Bergfürst

BergfürstName des Unternehmens: Bergfürst AG
Webseite: www.bergfuerst.com
Sitz des Unternehmens: Berlin
Gründung: 2011
Regulierung: eingetragener Finanzanlagevermittler nach § 34f Abs. 1 S. 1 GewO
Produkte: Crowdinvesting in Immobilien ab 10 €. Sparpläne möglich. Besicherung über Nachrangdarlehen.
Verzinsung: zwischen 5 % und 7 % p.a.
Auszahlung der Zinsen: halbjährlich
Laufzeit: 2 bis 5 Jahre
Gebühren: keine
Zweitmarkt: Verkauf von Investments möglich

Was bietet Bergfürst konkret an?

Immobilieninvestments erfordern in der Regel ein hohes Eigenkapital. Für Kleinanleger sind solche Kapitalanlagen daher oft nicht möglich. Bergfürst gibt Anlegern dagegen die Möglichkeit, bereits ab Beträgen von 10 bis 25.000 € in einzelnen Immobilienprojekte zu investieren. Durch die Bündelung der Investments vieler Anleger kann das notwendige Eigenkapital für die verschiedensten Projekte zusammengetragen und zur Verfügung gestellt werden.

Da es sich nicht um originäres Eigenkapital der Bauherren und Immobilienbesitzer, sondern ebenfalls um geliehenes Geld handelt, wird auch von Mezzanine-Kapital gesprochen. Der Immobilieninvestor kann jedoch mit diesem Geld gegenüber den Banken so auftreten, als handelte es sich tatsächlich um sein Eigenkapital. Das erleichtert ihm den Zugang zu Krediten, die oftmals nur bis zu einer Beleihungsgrenze bezogen auf den Immobilienwert von 70 bis 80 % vergeben werden. Darüber hinaus können mit höheren Eigenkapitalbeträgen bessere Konditionen herausgehandelt werden.

Den Anlegern stehen selbst jedoch außer den hohen Zinsen keinerlei Rechte an den Immobilien zu. Es handelt sich um Darlehen, die nur nachrangig besichert sind. Im Falle einer Insolvenz des Immobilieninvestors werden die im Rang vor stehenden grundbuchlich gesicherten Darlehen der Banken zuerst bedient. Im Insolvenzfall müssen Anleger bei Bergfürst-Projekten mit einem Totalverlust der Investition rechnen. Der Anleger wird in einer ausführlichen Risikobelehrung darüber aufklärt.

Mit dem Angebot „Relax Sparplan“ können Anleger über Bergfürst gleichzeitig in mehrere Projekte investieren, wobei die Verteilung der Anlagen von Bergfürst übernommen wird. Eine Wiederanlage der Zinszahlungen ist möglich.

Konditionen und Gebühren bei Bergfürst

Die über Bergfürst getätigten Immobilienanlagen sind gebührenfrei. Bergfürst erhält für die Vermittlung und Bündelung von Eigenkapital für Immobilienprojekte Provisionen, die von den Projektentwicklern oder Immobilienkäufern zu zahlen sind.

Anleger erhalten für ihre Anlagen eine jährliche Verzinsung zwischen 5 % und 7 %. Die Laufzeiten betragen zwischen zwei und fünf Jahren. Zinsen werden halbjährlich ausbezahlt. Die Höhe der Verzinsung richtet sich nach dem Risiko der Immobilienprojekte. Objekte, die erst gebaut werden müssen, enthalten wegen möglicher Kostensteigerungen- und verspäteter Fertigstellung ein höheres Risiko als bereits errichtete Immobilien, die beispielsweise angekauft oder modernisiert werden sollen. Auslandsanlagen, wie etwa in Projekte in Mallorca, sind ebenfalls mit einer größeren Unsicherheit behaftet.

Dieses Risiko kann, wie bei Aktien auch, durch ein breit gestreutes Portfolio reduziert werden.

Bisherige Erfahrungen mit Bergfürst

Bislang gab es bei Bergfürst nur drei Projekte, bei denen Anleger nur verspätete Zinszahlungen verzeichnen konnten oder eine Rückzahlung der Anlagen aussteht. Exemplarisch hierfür steht das Projekt Z 19 der GPV Property Development Ltd. In Bernburg. Die errichteten Wohnungen haben bislang noch nicht genügend Käufer gefunden, sodass die Rückzahlungen, geplant für Juli 2019 entsprechend auf unbestimmte Zeit verschoben wurden.

Seit der Umstellung des Geschäftsmodells in 2013 wurden weitere 53 Projekte finanziert. 19 davon sind inzwischen vollständig zurückbezahlt. Die Erfahrungsberichte der Anleger sind überwiegend positiv

Wer steckt hinter Bergfürst?

Die Bergfürst AG und deren operative Tochter Bergfürst Service GmbH mit Sitz in Berlin wurden durch Dr. Guido Sander und Dennis Bemmann gegründet. Dr. Sander studierte in Münster, Chicago und St.Gallen.

Er war Vorstand bei der Berliner Effektenbank AG und der E-Trade Bank und Unternehmenssanierer bei der W.V.M. Westfälische Vermögen Management AG. Bei Bergfürst nimmt er die Rollen des CEO und Finanzvorstands ein.

Dennis Bemmann gründete unter anderem studiVZ und unterstützte als Investor junge Technologieunternehmen mit Wagniskapital und seinen Erfahrungen. Bei Bergfürst kümmert sich Bemmann als auch CTO um die Investitionsplattform.

Vor einiger Zeit hat sich die Commerzbank Tochter Commerz Real mit 24,9 % an Bergfürst beteiligt.

Kontakt

Telefon: 030 609895220
Fax: 030 609895229
E-Mail: service@bergfuerst.com
Adresse:

Bergfürst AG
Schumannstr. 18
10117 Berlin

Regulierung

Regulierung und Sicherheit Die Bergfürst AG ist eingetragener Finanzanlagevermittler nach § 34f Abs. 1 S. 1 GewO, Registernummer: D-F-107-9DDG-20. Die Firma ist eingetragen im Handelsregister des AG Berlin-Charlottenburg. Eine besondere Zulassung der BaFin ist nicht nötig, da der Plattform lediglich als Vermittler und Treuhänder für Finanzanlagen auftritt und hierfür seine Plattform bereitstellt. Die Geldanlagen der Investoren werden direkt in den Projekten der Bauherren investiert. Die Ein- und Auszahlungen sowie Zinsgutschriften werden separat vom Vermögen von Bergfürst über die MHB Bank transferiert und gehalten.

Kontoeröffnung bei Bergfürst

Zum Investieren auf Bergfürst müssen Anleger im ersten Schritt auf der Webseite wählen, in welches Projekt sie Geld anlegen wollen und auf den Button „Jetzt investieren“ klicken. Zu jedem Projekt werden die Konditionen wie die Mindestlaufzeit und die Verzinsung angegeben. Anschließend muss der Betrag ausgewählt werden. Standardmäßig können 10 € bis 25.000 € angelegt werden. Die Geldanlage in mehrere Immobilienprojekte ist möglich. Alternativ kann ein Sparplan gewählt werden.

Hiernach sind im zweiten Schritt die persönlichen Daten zu hinterlegen und anzugeben, welche Erfahrungen mit Finanzanlagen bereits vorliegen. Nach der anschließenden Zustimmung zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen kann dann verbindlich ein Vertrag mit Bergfürst und dem jeweiligen Bauherren geschlossen werden. Ist alles erledigt, erhalten Anleger eine Übersicht zu ihrem Investment sowie die Zugangsdaten um jederzeit alle Details einsehen zu können.

Nach erfolgter Verifizierung per PostIdent oder Übermittlung von Ausweiskopien kann im dritten Schritt eine Überweisung vorgenommen werden. Andere Zahlungsmethoden werden nicht offeriert.

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Fazit

Kritik Bei Bergfürst können Anleger bereits ab 10 € in Immobilienprojekte investieren. Die Verzinsung liegt bei 5 % bis 7 % pro Jahr. Die Laufzeiten betragen zwischen zwei und fünf Jahren. Mit dem Relax-Sparplan können Anleger automatisch in verschiedene Projekte investieren und beispielsweise auch regelmäßig einzahlen beziehungsweise Zinsgutschriften reinvestieren.

Der Vorteil der Anlagen ist, dass sehr kleine Investments zu attraktiven Renditen möglich sind. Der Nachteil ist, dass es sich um riskantere Anlagen handelt, man kann jedoch das Risiko auf mehrere Projekte verteilen.

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