Questra - Betrug & Abzocke?! Unsere persönliche Einschätzung

Questra

Questra: Test & Erfahrungen 2017

Der Leitzins ist im Keller. Wie also sollte man sein erspartes Vermögen sinnvoll anlegen, um es zu vermehren? Das Internet ist voll von Anbietern, die jedem attraktive Renditen bei nahezu keinem Risiko versprechen. Doch ist das auch wirklich so? Man darf nicht alles glauben, was man sieht.

Ein Beispiel hierfür ist der Anbieter Questra. Das Unternehmen wirbt damit, durch eine Geldanlage über eine bestimmte Laufzeit Renditen zu erwirtschaften, welche die nahezu marginalen Zinsen deutlich überschreiten, die noch vereinzelte Bankkonten ermöglichen. Gibt es einen Haken an der Sache? Ja! Und genau davon handelt dieser Artikel.

Hinter der Questra Holding steht ein enormes Investment-Netzwerk, welches seit 2013 online präsent ist. Ursprünglich ergab es sich aus der im Jahre 2009 gegründeten “entitled SFG Group“. Bis dato wurden knapp 1100 Deals getätigt und es werden von Tag zu Tag mehr Mitglieder auf diese Form des „passiven Geldverdienens“ aufmerksam.

Questra zahlt nicht mehr aus! Seriöse und getestete Alternativen für passive Geldanlage

Stand der Tabelle / Letztes Update: 21.11.2017


  • Bonus
  • Mit Einzahlung
  • Ohne Einzahlung
  • Demokonto
  • Vorhanden
  • Handelsart
  • Binäre Optionen
  • CFDs
2
Gesamt95%“Testsieger”04 / 2017

  • eToro
  • Kostenloses Demokonto
  • EU Regulierung
  • Deutscher Kundenservice
  • Ausgereifte App
2
Gesamt92%“sehr gut”10 / 2016

  • CopyOp
  • EU Regulierung
  • Binäre Optionen Copy Trading
  • Großes Angebot an Tradern
  • Gute Renditen
  • Kein Demokonto
2
Gesamt88%“gut”04 / 2017

  • Tradeo
  • Kostenloses Demokonto
  • 25$ Bonus ohne Bedingung
  • EU Regulierung
  • Großes Angebot

Das Konzept des Unternehmens

Das Unternehmen ist in verschiedenen Investment-Segmenten tätig, beispielsweise bei Versteigerungen, An- und Verkauf von Wertpapieren oder auch zur Unterstützung börsennotierter Unternehmen. Die Questra Holding bietet unter anderem verschiedene Investment-Portfolios an, welche sich langfristig für den Anleger rentieren sollen, wodurch er somit passiv Geld generieren könne. Darüber hinaus wird aber auch ein spezieller Marketing-Plan angeboten. Dieser verspricht bei sinnvoller Umsetzung zusätzliche Boni.

Die verlockende Anlagestrategie

Bei Questra bekommt man die Möglichkeit, verschiedene Investment-Portfolios zu erwerben, die eine Rendite von bis zu 312 % versprechen. Jedem Anleger wird ein Manager zugewiesen, welcher – laut Aussage durch Questra – durch sinnvolle Trades durchschnittlich bis zu 7 % Rendite pro Woche auf dem Finanzmarkt generiere. Je nach angebotenem Paket (je höher die Investition, desto höher die Rendite), bekomme der Manager eine Art Provision, welche anhand eines vorher festgelegten Prozentsatzes auf den Gewinnbetrag berechnet werde. Je teurer das Paket, desto geringer sei der abgeschöpfte Betrag für den Manager.

In der Regel haben alle Pakete eine Laufzeit von einem Jahr und die Gewinne werden wöchentlich ausgeschüttet. Nur beim Standardpaket, welches am wenigsten Investitionskapital erfordert, erfolge die Gewinnausschüttung erst nach einem Jahr.

Soweit die Theorie. Doch wie sieht die Realität aus?

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Das Gesicht hinter der Fassade

Besucht man die Website, bekommt man schon nach kurzer Zeit den Eindruck, dass sie nicht mit viel Mühe und wenig hilfreichem Inhalt gestaltet wurde, sondern vielmehr einem schnellen, zusammengeschusterten Projekt gleicht. Die Hauptseite der Questra World ist bilingual gestaltet Es gibt zusätzlich Flyer in unterschiedlichen Sprachen. Wenn man nur einen kleinen Blick auf den deutschsprachigen Flyer wirft, erkennt man sehr schnell, dass dieser sehr oberflächlich erstellt wurde. Im Folgenden ein kleiner Auszug dieses Flyers:
„Der zinsfreie Kredit wird von einem Teil des Gewinns, der der Mitarbeiter aus seiner Struktur bekam, bezahlt. Die Struktur ist als Rückkehrgarantie, als ein zuverlässiges und rentables Sicherheitspfand.“

Flyer-Auszug: Questra World

 

Sowohl der Satzbau als auch die Grammatik lassen alleine in diesem kurzen Passus stark zu wünschen übrig – ein erster Hinweis darauf, dass das Unternehmen keinen besonderen Wert auf hochwertige Information legt.

Doch diese Erkenntnis alleine reicht natürlich nicht aus, um dieses Angebot des alternativen Investments als unseriös zu bezeichnen.

 

Regulierung? Fehlanzeige

Speziell bei Geldanlagemöglichkeiten möchte der Anleger sein investiertes Kapital natürlich in sicheren Händen wissen. Nicht zuletzt deshalb gibt es eine Vielzahl von unabhängigen Behörden (z.B. BaFin, SEC, FMA & CySec), die Broker oder Anbieter wie Questra durch Regularien überwachen und kontrollieren.

Eine Bedingung solcher Regulierungsbehörden ist beispielsweise, dass die finanziellen Einlagen der Kunden auf separaten Konten gelagert werden müssen und ein streng vorgeschriebener Transaktionsprozess (dieser betrifft Ein- und Auszahlungen) existiert.

Im Falle von Questra sucht man allerdings vergeblich nach einer Regulierungbehörde. Daher ist dieses Unternehmen auch keinen starken Einflüssen von „außen“ ausgesetzt.
Somit können die Anleger nie sicher sein, ob ihr Investment in irgendeiner Art und Weise versichert ist – und falls ja, wie genau die Versicherung aussieht.

Abgesehen von diesem unserer Meinung nach extrem relevanten Manko hinterlässt dieses Unternehmen auch hinsichtlich des allgemeinen Auftritts ein schlechtes Bild. Die dort vorgestellten Führungskräfte (Manager) zeigen Persönlichkeiten, deren beschriebenen Lebensläufe in keinem Punkt durch Recherchen überprüft werden. Auf Grund der übrigen belegbaren Fakten gehen wir deshalb davon aus, dass es sich hier um fiktive Avatare handelt.

Fehlende länderspezifische Autorisierung

Die FSMA (Financial Services and Markets Authority), eine Aufsichtsbehörde mit Sitz in Brüssel, hat ein Statement veröffentlicht, dem eindeutig zu entnehmen ist, dass die Questra Holding nicht autorisiert ist, die in ihrem Umfang aufgeführten Investment-Möglichkeiten anzubieten (s. http://www.fsma.be/en/Site/Repository/press/warnfsma/2016/09-23_questraholdings.aspx). Daher ist das Eingehen eines Vertrages mit diesem Unternehmen innerhalb Belgiens strikt untersagt. Auch in Deutschland ist diese Situation sehr fraglich/umstritten. Ein offizielles Statement der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) liegt uns allerdings nicht vor.

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Fazit

Wer sich von dem laienhaften Internet-Auftritt der Questra-Holding noch nicht beirren lässt und die sprachlich äußerst schlechten Formulierungen ignoriert, sollte sich spätestens hinsichtlich der fehlenden Regulierung fragen, ob er wirklich bereit ist, hier sein Kapital leichtsinnig zu investieren. Da keine Garantie gegeben werden kann, ob die geäußerten Versprechen auch tatsächlich eingehalten werden können, raten wir nach eingehender Recherche davon ab, eine Investition in eines der angebotenen Pakete vorzunehmen. Eine seriöse Alternative, die wir vielen Anlegern empfehlen ist Copy Trading bzw. Socialtrading.

ACTHUNG! Questra zahlt aktuell nicht mehr aus: Ein ähnliches Modell verfolgt Cryp Trade Capital und funktioniert aktuell sehr gut!

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